Schulhaus Schollenholz

Neubau Erweiterungstrakt

Weiter Bauen und Weiter Nutzen Das Entwurfskonzept für die Erweiterung der Schulanlage Schollenholz ermöglicht, die weitgehend original erhaltene, 1973 fertiggestellte Bausubstanz integral zu erhalten. Ihr hoher Gebrauchswert wird mittels einer gezielten Nutzungsverteilung auf lange Sicht hinaus gesichert. Unter Einbezug der baulichen Erweiterung wird auch das Prinzip der Aufteilung und Gliederung nach eigenständigen funktionellen Einheiten aufrecht erhalten. Das zusätzliche Raumangebot wird in einem Neubaukörper realisiert, welcher das bestehende Ensemble auf seiner Süd-Ostseite ergänzt und sich architektonisch wie betrieblich auf selbstverständliche Weise ins Gefüge der Gesamtanlage einbindet.
Der Erweiterungstrakt beherbergt sämtliche Räumlichkeiten für den schulischen Bereich. Die übersichtliche Grundrissorganisation kontrastiert mit der komplexen Schnittlösung. Zwei wesentliche Aspekte der Aufgabenstellung gelangen damit in der Gestalt des Baukörpers zum Ausdruck: das Bedürfnis nach einer effizienten und zugleich optimalen Raumstruktur für einen modernen pädagogischen Unterricht einerseits – und die selbstverständliche Einbettung der Gebäudevolumetrie in der gewachsenen Topografie andererseits. Ein effizientes System von zweiläufigen geraden Treppen verbindet die beiden halbgeschossig versetzten Haushälften und ermöglicht kurze Verbindungswege zwischen den unterschiedlichen Nutzungsbereichen. Die Unterrichtsräume reihen sich entlang der Südfassade auf und profitieren von idealen Lichtverhältnissen und ruhiger Waldsicht. Den als massive Spangen ausgebildeten Klassenzimmern sind Gruppenräume mit transluzenter Wandkonstruktion zwischengeschaltet, welche die lange Halle gliedern und belichten.

Schulanlage Schollenholz Neubau Erweiterungstrakt

2022

Verfahren

Studienauftrag 1. Preis

Bauherrschaft

Schulen Frauenfeld

Architektur

Lauener Baer Architekten 

Mitarbeit

Roger Schär, Felix Wolfrum, Pedro Lourenco, Claudia Bitzer, Simon Quekel, Valentina Paolillo

Fotos

Laura Egger, Zürich