Stube im "Schiff", originale Deckenausbildung von 1788 Quelle: Geschichte von Mammern, Emil Stauber 1934
Als zentrales architektonisches Element trägt der rund 100-jährige Holzpavillon viel zur stimmungsvollen Atmosphäre der Gartenwirtschaft bei. Die rechteckige Halle gliedert die Aussenfläche in vier schön proportionierte Sitzplätze mit jeweils eigener Charakteristik. Die Neugestaltung der Gartenhalle erfolgt unter der Zielsetzung, diese bestehenden aussenräumlichen Qualitäten zu erhalten.
Ostfassade vor dem Umbau. Sturzausbildung mit Kreissegmenten
Der Innenraum der Gartenhalle erhält einen neuen, feierlichen Ausdruck. Das charakteristische Kreisbogensegment in der Sturzausbildung der bestehenden Fassaden wird als Leitmotiv für die Neugestaltung aufgenommen und in Form der bogenförmig abschliessenden Deckenverkleidung modern adaptiert. Das ovale Deckenfeld mit radialer Akustikperforation verweist auf die kunstvolle Deckenausbildung in der historischen Gaststube von 1788, während das Farbkonzept den Bezug zur klassischen Riegelfassade des denkmalgeschützten Haupthauses herstellt. Die Rundbogenfenster ergänzen das geometrische Spiel und bieten Gästen und Personal überraschende Durchsichten durch den zentral stehenden Baukörper. Schwung und Gegenschwung von Wand- und Deckenverkleidungen vermitteln, akzentuiert durch die warme Farbgebung, eine festliche, fast barocke Raumstimmung.Â