DIE LANDSCHAFT EINE BÜHNE Eingebettet zwischen hochaufragenden Bergketten erstreckt sich das Klöntal in länglicher Richtung und sanftem Bogen von Westen nach Nordosten. Die Spiegelung der spektakulären Topografie auf der ruhigen Wasseroberfläche steigert die Präsenz der imposanten Landschaft und lässt den Besuch am See zum einzigartigen Naturerlebnis werden. Sowohl die Grundfigur des Baukörpers wie die Geometrie der Parkierungsanlage schreiben sich dem natürlichen Schwung des Terrains ein. Trotz knapper Platzverhältnisse gelingt eine elegante Organisation des umfangreichen Raumprogramms. Bauliche Eingriffe ins gewachsene Terrain beschränken sich auf einzelne, tief gehaltene Stützmauern. Aus der Fernsicht liest sich der aufragende Baukörper als eine Art Gegengewicht zum liegenden Staudamm. Die horizontale Gliederung der Kunstbauten stärkt deren Präsenz vor den vertikalen Dynamik der Bergketten.
Das Gathaus an der Strasse. Der "alte Rhodannenberg" um ca. 1950
Geborgenheit im konkaven Fassadenraum Sporthaus Ortstock Braunwald-Alp 1931 Architekt Hans Leuzinger
Privater Zuschauerraum mit Rückzugsmöglichkeit Die hängenden Logen im Teatro Regio Torino 1973 Architekt Carlo Mollino
DAS HOTEL EIN BELVEDERE Das neue Hotel Rhodannenberg ist als Belvedere konzipiert. Alle wichtigen Innenräume und Terrassen sind konsequent zum See, beziehungsweise zur spektakulären Aussicht hin orientiert. Die einfache Organisation erfüllt die betrieblichen Bedürfnisse und erlaubt dank kurzen Wegen einen effizienten Betrieb.
DAS ZIMMER EINE LOGE Das zentrale Treppenhaus verbindet die Gemeinschaftsbereiche im Erdgeschoss mit den Individualräumen in den Obergeschossen. Der Weg der Hotelgäste zu ihren Zimmern inszeniert die landschaftliche Dramaturgie des Standortes. Während der Blick aus den Erschliessungszonen durch die steilen Trockenwiesenhänge des Rhodannenbergs begrenzt wird, öffnet sich beim Betreten der Zimmer das weite Seepanorama. Jedes Hotelzimmer mit Balkon bietet einen Logenplatz im grossartigen Landschaftstheater.
FUNKTIONALES RÜCKGRAT UND STATISCHER ANKER Für die Konstruktion des neuen Hauses wird eine Holzbauweise vorgeschlagen. Das zentrale Treppenhaus ist nicht nur funktionales Rückgrat des Betriebs, sondern auch „statischer Anker» des Hotels. Eingespannt im Untergeschoss dient der in Ortbeton gegossene Erschliessungsturm zur Aussteifung der Konstruktion.
Die Balkone werden als eigenständige Struktur vor das Gebäude gestellt und punktuell rückverankert. Die Stützen stehen direkt auf der Bodenplatte, die Auskragungen werden durch die als Konsolen ausgebildeten Trennwände zwischen den Balkonen bewerkstelligt. (Abhänge-Prinzip)